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Knochendichtemessung im Orthozentrum Bergstraße
Früherkennung und Verlaufskontrolle von Osteoporose
Was ist eine Knochendichtemessung?
Die Knochendichtemessung – medizinisch auch Osteodensitometrie genannt – bestimmt den Mineralsalzgehalt (Kalksalzgehalt) im Knochen. Ein niedriger Wert weist auf einen verringerten Knochenaufbau hin und erhöht das Risiko für Knochenbrüche, auch bei alltäglichen Belastungen. Da die Erkrankung lange ohne Beschwerden verläuft, ist die Messung oft der erste objektive Hinweis auf eine Veränderung der Knochenstabilität.
Für wen ist eine Knochendichtemessung sinnvoll?
Eine Knochendichtemessung empfehlen wir insbesondere in folgenden Situationen:
- Frauen in der Postmenopause sowie Männer ab 70 Jahren, besonders bei weiteren Risikofaktoren
- Personen mit ungeklärten Knochenbrüchen oder schlechter Bruchheilung
- Menschen mit langfristiger Cortisontherapie oder anderen Medikamenten, die den Knochenabbau fördern können
- Patientinnen und Patienten mit Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
- Personen mit Untergewicht, Mangelernährung oder Nikotin- und chronischem Alkoholkonsum
- Vorbereitung auf eine Hormontherapie (z. B. bei Brustkrebstherapie)
- Verlaufskontrolle einer laufenden Osteoporose-Behandlung
Eine frühzeitige Diagnose und gezielte Präventionsmaßnahmen können dazu beitragen, das Frakturrisiko erheblich zu reduzieren.
DXA-Messung: Der Goldstandard zur Knochendichtebestimmung
Die DXA-Messung gilt als das einzige international anerkannte Referenzverfahren zur Diagnose einer Osteoporose nach WHO-Kriterien. Im Orthozentrum Bergstraße wird die Knochendichte mit einem modernen Spezialgerät an der Lendenwirbelsäule und am Oberschenkelhals bestimmt. Diese beiden Körperregionen sind die häufigsten Lokalisationen osteoporosebedingter Knochenbrüche.

Strahlenbelastung der Knochendichtemessung
Die Strahlenexposition liegt bei modernen Geräten bei nur 0,001 bis 0,006 Millisievert und ist damit deutlich geringer als bei einer konventionellen Röntgenaufnahme. Auch bei vorhandenem Herzschrittmacher ist die Untersuchung möglich.
Als alternative Methode steht die quantitative Computertomographie (QCT) zur Verfügung. Sie misst mit höherer Strahlenbelastung und eignet sich eher für ein erstes Screening, liefert aber weniger exakte Ergebnisse als die DXA-Messung. Der qualitative Ultraschall (QUS) kommt ohne Strahlung aus, ermöglicht jedoch keine gesicherte Osteoporose-Diagnose.
Die Knochendichtemessung – auch DEXA-Messung genannt – ist eine wertvolle Untersuchung, um eine Osteoporose zuverlässig nachzuweisen oder auszuschließen. Anhand der Ergebnisse erstellen wir für unsere Patientinnen und Patienten einen individuellen Therapieplan, um Osteoporose gezielt und leitliniengerecht zu behandeln.
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Dr. med. Uwe Baumgärtner
Facharzt für Orthopädie
Chirotherapie
Akupunktur (A- und B-Diplom)
Ablauf der Knochendichtemessung
Die Untersuchung erfordert keine besondere Vorbereitung. Patientinnen und Patienten legen sich in normaler Kleidung – ohne metallische Gegenstände wie Gürtel oder Schmuck – auf eine Untersuchungsliege. Ein Scannerarm fährt automatisch über die zu untersuchenden Körperregionen. Die gesamte Untersuchung dauert wenige Minuten und ist schmerzfrei. Das Ergebnis steht zeitnah zur Verfügung und wird im Anschluss in einem Gespräch erläutert.
T-Wert und Z-Wert: Was sagen die Ergebnisse aus?
Zur Beurteilung der Knochendichte werden zwei Messwerte herangezogen. Die Interpretation beider Werte im Zusammenhang ist entscheidend: Ein niedriger T-Wert bei unauffälligem Z-Wert kann auf natürlichen, altersbedingten Knochenabbau hinweisen. Erst wenn beide Werte auffällig sind oder ein erhöhtes Frakturrisiko besteht, wird eine gezielte Therapie in Betracht gezogen. Kontrolluntersuchungen sind in der Regel frühestens nach zwei Jahren sinnvoll.
T-Wert (T-Score):
Vergleich der gemessenen Knochendichte mit dem Durchschnittswert knochengesunder 20- bis 30-jähriger Menschen gleichen Geschlechts (maximale Knochendichte). Die WHO definiert:
- T-Wert über -1,0 → normale Knochendichte
- T-Wert zwischen -1,0 und -2,5 → Osteopenie (Vorstufe der Osteoporose)
- T-Wert -2,5 oder darunter → Osteoporose
Z-Wert (Z-Score):
Vergleicht die Messwerte mit gleichaltrigen Menschen gleichen Geschlechts. Ein Z-Wert über -1 gilt als altersgerecht.

Therapie bei verringerter Knochendichte
Die Behandlung richtet sich nach den individuellen Messwerten und dem persönlichen Frakturrisiko.
Allgemeine Maßnahmen unterstützen sowohl die Vorbeugung als auch die Therapie: regelmäßiges Kraft- und Gleichgewichtstraining zur Reduktion des Sturzrisikos, ausreichende Zufuhr von Calcium und Vitamin D über Ernährung oder Supplemente sowie ausreichend Sonnenexposition zur körpereigenen Vitamin-D-Synthese.
Medikamentöse Therapie wird empfohlen, wenn der T-Wert unter -2,5 liegt oder ein hohes Frakturrisiko besteht. Standardmäßig kommen Bisphosphonate zum Einsatz, die den Knochenabbau hemmen und in verschiedenen Darreichungsformen (Tablette, Spritze oder Infusion) verfügbar sind. Weitere Informationen zur Therapie der Osteoporose finden Sie auf unserer Osteoporose-Seite.
FAQ zur Knochendichtemessung im Orthozentrum Bergstraße
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